Astrologie fraktal

Wie funktioniert Astrologie eigentlich?    

Oder: Das Fazit der Entsprechungstheorie

Auszug aus NEPTUN - DOMINANZ
(1992 / von Isolde und Tony Bonin / siehe Seite Literatur I )

Kein Ereignis ohne fraktale Entsprechung am Himmel
(sprich: im einheitlichen Feld)!

Den Begriff des Fraktalen hat Benoit B. Mandelbrot <15> 1967 in die Mathematik eingeführt, um "die Natur in all ihrer Verworrenheit beschreiben zu können". Sein fraktales Apfelmännchen ist inzwischen wohl hinreichend bekannt.

Anschaulich wird das Fraktale z.B. im Blumenkohl, in der Zwiebel, oder auch im russischen Steckpuppenspiel, bei dem immer gleiche - nur etwas kleinere - Puppen zum Vorschein kommen, sobald man eine davon geöffnet hat.

Bildhaft gesehen: Schneidet man ein Hologramm in tausend Stücke, so zeigt jedes Stück unter Laserlicht wieder die ganze Information.

Wenn wir den Menschen objektivieren und auf ein schwingendes Hologramm reduzieren (unsere sichtbare Welt entsteht ja wundersamerweise erst in unserem Gehirn), so steht dieses in Resonanz mit dem schwingenden Hologramm des solaren Systems und dieses wahrscheinlich mit dem unserer Milchstraße.

So findet sich der ganze Mensch genetisch auch in jeder seiner Zellen. Er spiegelt sich gleichsam in den Akupunktur-Meridianen seines Ohres, in seiner Hand und in seiner Iris. Das Fraktale "durchschichtet" alle Ebenen des Seins: Im Stofflichen, Seelischen und Geistigen. Wenn es in der Bibel heißt, der Mensch sei nach dem Bilde Gottes geschaffen, so ist der Mensch ein Fraktal Gottes!

"Wie oben - so unten", "wie im Himmel - also auch auf Erden" ! Wie im Makro-Kosmos (ALL) - so im Mikro-Kosmos (Mensch).

Das in der Tabula Smaragdina von Hermes Trismegistos <16> im vorchristlichen Jahrtausend fixierte Paradigma der Astrologie findet sich also gleichermaßen wieder im christlichen "Vaterunser" wie in Mandelbrots fraktaler Geometrie. Der fraktale Gedanke kommt auch im Lukas-Evangelium zum Ausdruck, wo es heißt "das Reich Gottes ist in euch" (Kap.17, Vers 21).

Der Mystiker Angelus Silesius drückt es in seiner Schrift "Der Himmel ist in dir" so aus: "Nach Gott ist alles gebildet. Gott ist von Anbeginn der Bildner aller Dinge und auch ihr Muster selbst, drum ist ja keins geringe". <41>

Wenn wir nun den Umkehrschluß aus dem Paradigma "Wie oben - so unten" ziehen, dann haben wir "unten" das Individuum Mensch und "oben" seine kosmisch mathematisch-kybernetische, sensibilisierende Momentaufnahme bei seiner mit dem ersten Atemzug einsetzenden Verselbständigung: Das HOLON seines HOROSKOPs, das in folgerichtiger Anwendung des Paradigmas sein morpho-genetisches Diktat in gleichsam fraktaler psychologisch-mythologischer ( archetypischer ) Entsprechung aufschlüsselbar macht.

Das astrologische Gedankengebäude hat zudem ein ganz wichtiges Element, das die Naturwissenschaften offenbar übersehen hatten, wie A. Einsteins berühmte Formel E=MxC² erkennen läßt. Beispiel: Sie erhalten ein Telegramm. Der Absender würde Einsteins Formel genügen, egal ob er die Buchstaben und Zahlen seiner Mitteilung folgerichtig, oder wirr durcheinander gewürfelt setzte. In beiden Fällen hätte er die gleiche Energie und die gleiche Masse an Buchstaben und Zahlen aufgewendet - aber in letzterem Fall hätte er nicht informiert!

Albert Einsteins berühmter Formel fehlt also der Faktor INFORMATION ! <17>.

Die Astrologie erhält ihre Information von den neben den Naturgesetzen existierenden NATUR-PRINZIPIEN, denen die Antike Götternamen verliehen hatte. Die Himmelskörper und ihre Bahnelemente zeigen diese Prinzipien und damit die Zeit-Qualität an, ohne sie zu machen, zu verursachen oder zu bewirken; so wie die Zeiger einer Uhr die Zeit anzeigen, ohne sie zu machen, zu verursachen oder zu bewirken.

Spielen die großen kosmischen Entfernungen eine Rolle ?

Bereits Mitte der dreissiger Jahre wurde von Einstein und Niels Bohr das sog. EPR-Paradoxon (Einstein-Podolski-Rosen) strittig diskutiert. Hierzu erstellte der Physiker John Bell vom Teilchenbeschleuniger CERN bei Genf 1962 ein Theorem, dessen experimentelle Durchführung dem französischen Physiker Alain Aspect 1982 in Paris gelang. Dabei wurden die quantenmechanischen Theorien des Niels Bohr bestätigt:

Die Wirklichkeit ist ein ganzheitliches Gebilde, ein physikalisches HOLON, in welchem ALLES mit ALLEM gleichzeitig in Verbindung steht, unabhängig von kosmischen Entfernungen! <18>.

1982 wurde also das astrologische Paradigma "Wie oben - so unten" quantenmechanisch experimentell bewiesen.

Daraus folgt: Wer wissen will, wie es im Detail aussieht, muß ein beliebiges, aber geschlossenes GANZES beobachten - hilfsweise unser solares System. Das entspricht der Arbeitsweise der Astrologie seit einigen tausend Jahren.

Ist die von den Kritikern vorgebrachte Präzession der Sternbilder von Bedeutung ?

Der astrologische Tierkreis mit seinen zwölf gleichgroßen Sternzeichen hat im dritten vorchristlichen Jahrhundert lediglich die allegorischen Namen der Stern-bilder übernommen. Die astrologische Meßscheibe unterliegt der Präzession ebenso wenig wie der UR-Meter in Paris.

So schwierig sich das astrologische Gedankengebäude physikalisch und quanten- mechanisch darstellt, so sehr befriedigt es den Horoskopierenden, weil sich nur im Umgang mit der Astrologie das erwünschte "Aha-Gefühl" einstellen wird.

Der Olympier Johann Wolfgang von Goethe hatte es zweifellos selbst erfahren. Das beweisen die "Ur-Worte orphisch" in seinem FAUST:

"Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten, bist alsobald du fort und fort gediehen, nach dem Gesetz, wonach du angetreten. So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen, so sprachen schon Sibyllen und Propheten, und keine Zeit und keine Macht zerstückelt geprägte Form, die lebend sich entwickelt."